Steinkauzexkursion war wieder ein Erlebnis

Am 08. Juni 2019 konnte die ASS gut 70 Interessierte am
Ortseingang von Höpfigheim zu einer Exkursion zu jungen Steinkäuzen
begrüßen. Gemeinsam mit Aktiven der ASS ging es dann ein
Stück zu Fuß auf eine naheliegende Streuobstwiese. Dort wartete schon der Steinkauzexperte Herbert Keil. Denn auf der Wiese betreut Herr Keil schon seit einigen Jahren eine Nisthöhle für Steinkäuze.

Diesen Nisthöhlen kommt für den Erhalt der kleinsten heimischen Eulenart eine
hohe Bedeutung zu. Denn es gibt mittlerweile zu wenig Altbäume mit natürlichen Höhlungen. Nachdem Herbert Keil einiges über das Leben und die Gewohnheiten des kleinen Greifvogels berichtet hatte, konnte er drei Jungtiere samt ihrer Mutter aus der Niströhre herausnehmen. So war es möglich, die jungen Käuze aus der
Nähe zu betrachten.

Herr Keil hat dazu eine Genehmigung des Regierungspräsidium Stuttgart, da er an einem wissenschaftlichen Projekt zum Steinkauzschutz beteiligt ist. Eine kleine Eule einmal zu streicheln oder gar selbst in der Hand zu halten ist schon ein besonderes Erlebnis. Danach ist noch besser zu verstehen, warum unsere Streuobstwiesen geschützt werden müssen. Denn der Steinkauz steht als Stellvertreter für hunderte Tier- und Pflanzenarten, die hier einen Lebensraum finden. Den besten Schutz haben Streuobstwiesen, wenn sie fachgerecht bewirtschaftet werden. Da schließt sich der Kreis. Denn dies will die ASS mit ihrem Apfelsaftprojekt erreichen.

Jeder kann dazu beitragen, als Aktiver bei der ASS und als Käufer des Steinheimer Apfelsafts. Alle Erträge aus dem Verkauf fließen zurück in die Naturschutzarbeit. Unter anderem werden auch Steinkauzröhren gekauft und mit Unterstützung von Herbert Keil fachgerecht auf geeigneten Bäumen angebracht. Dadurch konnte sich die Steinkauzpopulation in Steinheim in den letzten Jahren stetig erhöhen. Das diese Form des Naturschutzes erfolgreich ist, hat die Exkursion deutlich gezeigt.

Aber diese Art des Naturschutzes kann auch gut schmecken.
Das konnte bei der anschließenden Saftverkostung mit Steinheimer Apfelsaft bewiesen werden. Die Steinkäuze kamen anschließend natürlich wieder unbeschadet in ihre Röhre. Dort werden sie problemlos weiter von ihrer Mutter versorgt. Wenn die Jungvögle einst einmal selbst Nachwuchs haben sollten und bei einer ähnlichen Aktion aufgefunden werden, kann anhand ihres Fußrings ihr Alter und ihr Geburtsort Höpfigheim festgestellt werden. Das ermöglichst wertvolle Erkenntnisse über die Lebensgewohnheiten und das Revierverhalten der seltenen Vögel.

Herzlichen Dank an Herbert Keil, der seit 30 Jahren mit großem Engagement
für den Steinkauzschutz aktiv ist und an die Familien Wenig und Familie Tränkle sowie Werner Reetz, die für die ASS die Veranstaltung organisiert und betreut haben.





Bericht zur Jahreshauptversammlung 2019

Am Donnerstag, den 4.4.2019 fand die diesjährige
Jahreshauptversammlung unseres Vereins in der TSG-Vereinsgaststätte
statt. Der erste Vorsitzende, Jens Fränznick, konnte rund
30 Mitglieder begrüßen.

In seinem Bericht zum vergangenen Jahr, lies er die Aktivitäten des
Vereins Revue passieren. Beginnend bei der Steinkauzaktion, über einen Sommer- und Winterschnittkurs, bis zur Teilnahme am Spätlingsmarkt im Landratsamt Ludwigsburg und abschließend bei der Obstannahme waren die Aktiven des Vereins gefordert. Dem Bericht der Kassiererin Martina Tränkle war zu entnehmen, dass die ASS trotz einem leichten Verlust im vergangenen Jahr, auf einer soliden finanziellen Basis steht. Nachdem der Vorstand einstimmig entlastet wurde, fand die turnusmäßige Wahl des 2. Vorsitzenden statt. Rolf Schäffler, der dieses Amt bereits seit zwei Jahren inne hat, stellte sich wieder zu Verfügung. Er wurde einstimmig gewählt.

Im Anschluss gab es eine längere Diskussion zu der Frage, ob die ASS ein Apfelsaftschorle anbieten soll. Mehrheitlich wurde entschieden, dass dieses Jahr versuchsweise mit einer kleineren Menge Apfelschorle begonnen wird. Dann wird sich zeigen, ob das Angebot gut angenommen wird. Der Vorstand wird in der nächsten Jahreshauptversammlung darüber berichten. Dann kann geklärt werden, ob ein Schorle eine dauerhafte Einrichtung des Vereins wird. Nach dem noch einige Fragen aus dem Kreis der Mitglieder beantwortet wurden, dankte der 1. Vorsitzende allen Mitgliedern, Aktiven und Freunde des Vereins für ihren ehrenamtlichen Einsatz im vergangen Jahr. Nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung war dann noch ausreichend Gelegenheit zu einem gemütlichen Beisammensein.





Schleiereulen- und Turmfalkenkästen
gereinigt und Instand gesetzt


Am Samstag, den 19.1.2019 machten sich die ASS-Mitglieder
Eckhard Baum und Michael Wenig mit Hilfe des Sohns des 1. Vorsitzenden
Arne Fränznick auf den Weg zur ersten Etappe in diesem Winter, die
24 Schleiereulenkästen und 8 Turmfalkenkästen zu überprüfen, ggf. zu säubern und zu reparieren. Die Kästen wurden aufgehängt, um den Schleiereulen und Turmfalken sichere Nistmöglichkeiten trotz des immer weiter zerstörerischen Vordringens von uns Menschen zu bieten. Insbesondere die moderne Landwirtschaft verringert stetig das Futterangebot an Feldmäusen.
Dazu werden bevorzugt in Scheunen Nistkästen angebracht, welche durch ein Einflugloch von außen erreicht werden können. Da der jeweilige Kasten nach innen geschlossen ist, hat die Schleiereule hier ihre Ruhe und gleichzeitig bleibt es außerhalb des Kastens sauber.

Eine regelmäßige Reinigung und Prüfung ist allerdings wichtig, da die Kästen bauartbedingt immer voller werden. Die Eulen füllen die Kästen insbesondere mit Gewöll. Dies sind Brocken unverdaulicher Bestandteile, welche von der Eule herausgewürgt werden. Das Gewöll bildet mit der Zeit eine sehr kompakte, stabile und dennoch weiche Unterlage, welche auch eine perfekte Wärmedämmung darstellt. Bei der Reinigung wird zunächst die obere Schicht zur Seite gelegt, dann der Rest entfernt und zum Schluss die ehemals obere Schicht wieder in den Kasten gelegt. Damit ist der Wohnlichkeitsfaktor wieder gegeben. Wichtig bei der Reinigung ist (wie auch beim Ausfegen eines Gartenhauses in dem Mäuse überwintert haben) entsprechende Schutzkleidung inkl. Staubmaske zu tragen, da im Staub Viren der gefressenen Tiere enthalten sein können. Die Turmfalken dagegen brüten in weitgehend offenen Kästen, die außen an Scheunen angebracht sind. Auch diese werden von den alten Inhalten befreit.

Erste Station für Eckard Baum und Michael Wenig waren die Kästen im Bereich Lerchenhof in Kleinbottwar. Hier sind insgesamt 7 Schleiereulenkästen und
2 Turmfalkenkästen vorhanden. Leider fanden wir ein Skelett einer vermutlich jungen Schleiereule, sowie drei aufgegebene Eier. Die große Trockenheit im Sommer hat vermutlich zu einem nicht ausreichenden Futterangebot geführt, weswegen einige Bruten aufgegeben werden mussten.
Ein Highlight des Tages war die Reinigung des Kastens direkt unter dem Dach im Kirchturm von Kleinbottwar. Da dies nur zu dritt möglich ist, unterstütze uns freundlicherweise der Sohn des 1. Vorsitzenden Arne Fränznick. Um den Kasten zu erreichen ist Klettererfahrung und eine saubere Sicherung notwendig, da die Arbeit in großer Höhe erfolgt. Die erste Etappe besteht darin, auf ein Zwischenbrett in ca. 2m Höhe neben dem Glockenstuhl zu klettern. Von dort aus führt dann eine Leiter an der Wand zu einer Falltür in der Decke in ca. 8m Höhe. Gut gesichert an der Leiter wird die Falltür nach unten geöffnet, welche den Erfolg gleich mit einer Wolke an Staub quittiert. Über der Falltür nach unten ist eine weitere Falltür, welche nach oben geöffnet wird. Mit dieser Tür hatte Michael Wenig einige Schwierigkeiten, da Dohlen auf der Tür einen großen Haufen von Ästen und Stöcken deponiert haben, welche die Tür blockiert hatten. Da der Haufen von unten nicht erreichbar war, musste dieser durch immerwährendes Dagegenstemmen und Rütteln zur Seite geschoben werden. Nach etwa 45 Minuten, in denen schon mal zwischendrin die Kraft ausging, gelang es schließlich die Falltür zu öffnen. Die Äste wurden in 7 Fuhren an einer Leine in einem Eimer nach unten befördert. Aufgrund der baulichen Gegebenheiten müssen diese über eine Zwischenstation weitergereicht werden, weswegen hier drei Personen zwingend notwendig sind. Dass die Äste überhaupt dort liegen konnten liegt daran, dass an dem Kasten ein Seitenbrett fehlt, wodurch die Äste immer wieder nach innen gefallen sind. Damit auch nächstes Jahr die Tür noch aufgeht, müssen wir dieses Jahr nochmal ran um den Kasten zu reparieren. Obwohl die Aktion sehr anstrengend war, hat sie allen Beteiligten sehr großen Spaß gemacht.

Wesentlich komfortabler, aber auch weniger abenteuerlich, gestaltete sich die Reinigung eines Nistkastens in Höpfigheim. Hier half der Inhaber des Hofs mit seinem Traktor mit Frontlader, der mittels einer Gitterbox kurzerhand in eine mobile Arbeitsbühne verwandelt wurde. Dies war eine extreme Erleichterung gegenüber einem eventuellen Arbeiten auf zwei langen Leitern in 5m Höhe. Die drei Akteure schauen auf einen erfüllten und produktiven Tag zurück. Ein paar weitere Ausflüge werden diesen Winter noch folgen, um die restlichen Kästen zu reinigen und zu prüfen, auf dass die Eulen wieder ein schönes Quartier zum Nisten haben. Wir wünschen den Eulen und Falken für das kommende Jahr ausreichend Nahrung und bedanken uns bei allen, welche den Eulen einen Platz für die Nistkästen anbieten.

Wer Lust hat zu helfen und bei den weiteren Terminen dabei zu sein, kann über die
E-Mailadresse der ASS „ass-steinheim@gmx.de“ Kontakt mit uns aufnehmen.
Wir würden uns freuen!

Text und Fotos: Michael Wenig



Die Saftwaage ist gewünscht, der Idiotenknick nicht

Steinheim-Kleinbottwar - Eisig kalt weht der Wind an diesem Samstag in Kleinbottwar. Auf den Wiesen und Feldern liegt ein Rest pappigen Schnees, dessen Nässe und Kälte durch die Sohlen dringt und die Füße in Eiszapfen verwandelt. Doch die etwa 40 Männer und Frauen, die sich auf einer Obstbaumwiese versammelt haben, haben wetterfeste Kleidung an. Gut zwei Stunden werden sie im Freien verbringen, kündigt Werner Reetz an, der den Baumschnittkurs der Arbeitsgemeinschaft Streuobstwiesen Steinheim organisiert. Nach einem Theorieteil am Vortag geht es nun an die Praxis.

Und die hat es in sich. Wer glaubt, man könne einen Obstbaum mehr oder weniger nach Gefühl stutzen, den Rest werde schon die Natur erledigen, der täuscht sich. Damit man im Spätsommer und Herbst Obst statt Frust erntet, muss einiges beachtet werden. Die Baumschnittexperten Jutta Ziegler, Steffen Seidel und Martin Schliereke haben ihre Ausrüstung mitgebracht, die aus verschiedenen Scheren, Sägen, Leitern und Seilen besteht, und zeigen, wie man den Winterschnitt richtig durchführt.

Steffen Seidel, genannt Moses, greift in einen vorbereiteten Haufen Äste: „Da hab ich euch einen bunten Blumenstrauß mitgebracht“, sagt er und hält zwei Äste hoch. Der eine ganz gerade, der andere sieht ziemlich stachelig aus. Und doch, sagt Moses, stammen beide von demselben Baum – nur einer allerdings vom veredelten Teil. Als nächstes folgt „das Prachtstück, der Idiotenknick“, wie er spöttelt. Oben wurde ein schlampiger Schnitt ausgeführt, der Leitast wollte aber partout nicht ums Eck wachsen und hat deshalb nach oben Triebe gebildet. „Guckt, dass ihr sowas vermeidet“, ermahnt der Fachmann.
Dann teilen sich die Teilnehmer in drei Gruppen auf, damit jeder einen guten Blick aufs Geschehen und auch ausreichend Gelegenheit zum Nachfragen hat. Eine angebotene Damengruppe wird nicht gewünscht, sodass sich bei jedem der Instruktoren ein bunt gemischter Haufen versammelt. Auch viele junge Männer sind darunter, so etwa Sven Thiemann. „Er möchte ja das Stückle später mal haben, dann muss er es auch pflegen“, meint der Vater Knut augenzwinkernd, und der Junior kontert: „Und hier wird das viel besser erklärt.“ Auch Martin Gellert ist einer der jüngeren Kursteilnehmer, und obwohl er Landschaftsgärtner ist, kann er dabei noch was lernen. „Wir räumen immer mehr Obstbaumwiesen auf“, erzählt er. Denn leider ist es so, dass viele der Bäume nicht mehr gepflegt werden – die Leute haben keine Zeit, keine Lust, oder ihnen fehlt schlicht die Fachkenntnis. Doch damit geht ein Stück Kulturlandschaft verloren. „Es ist einfach schön, wenn man im Sommer rausgeht und es zwitschert überall“, sagt Gellert. „Wenn Freunde aus Stuttgart kommen, staunen die immer.“
Und nun gibt es Infos Schlag auf Schlag. Jungbäume muss man nicht nur anbinden, damit sie gerade wachsen, sondern auch vor Wildverbiss schützen. Mit der „Drahthose“, die an einem stark zwei Meter hohen Bäumchen angebracht ist, ist Martin Schliereke zufrieden. „Die Krönung wäre jetzt noch, den Stamm zu weißeln, als Schutz vor Frost.“ „I han denkt, des macht mr bloß bei Mirabelle und Zwetschge“, wirft ein Mann ein, doch der Experte widerspricht. Wichtig sei auch, die Baumscheibe rund um den Stamm frei von Gras zu halten. „Sonst nimmt das die ganzen Nährstoffe und auch das Wasser weg, weil die Bäume noch nicht so tief wurzeln.“ In der Erziehungsphase sollte ein Baum auch noch keine Früchte tragen, deshalb solle man lieber eventuell vorhandene Blütenknospen ausknipsen. „Bei einem zehnjährigen Mädchen möchte man ja auch nicht, dass es ein Kind kriegt“, zieht er einen anschaulichen Vergleich. Dann werden die Äste noch ein wenig gespreizt, weil sie zu steil stehen, und weiter geht’s zum nächsten, bereits älteren Baum. Hier achtet der Fachmann vor allem auf die Saftwaage, das heißt darauf, dass die Äste nach dem Schnitt ungefähr gleich hoch sind. Bei einem dritten Baum greift Schliereke nach kurzem Zögern doch kräftig zur Säge und formt eine Oeschbergkrone. „Der Baum ist nicht alt, der ist noch so wüchsig, dass er das packt“, entgegnet er auf eine kritische Frage.

Zum Ende versammeln sich die Kursteilnehmer zum Aufwärmen bei heißem Glühmost und Würstchen und tauschen ihre Eindrücke aus. Und rund um Steinheim wird es bald ein paar mehr sachkundig gepflegte Streuobstwiesen geben.

Text: Sabine Armbruster, Marbacher Zeitung
Foto: Michael Raubold Photographie   
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Marbacher Zeitung



Schnittkurs in Theorie und Praxis
war ein voller Erfolg


Am 11.01.2019 füllten rund 40 Interessierte das Museum zur Kloster- und Stadtgeschichte um am Theorieteil des Schnittkurses teilzunehmen. Die Fachwartin für Obst- und Garten, Jutta Ziegler, hat dazu gut 2 Stunden anhand eines Vortrags in die Pflege von Obstbäumen eingeführt. Zur Sprache kam die gesamte Lebensdauer von Obstbäumen - von der Auswahl der richtigen Unterlage und Sorte, über die Pflanzung, den Erziehungsschnitt bei Jungbäumen und die Erhaltungspflege von Ertrags- und Altbäume. Unterstützt durch Folien mit Zeichnungen und Fotos und die durch enorme Erfahrung von Frau Ziegler kam so ein lehrreicher und kurzweiliger Vortrag zustande. Zumal die Teilnehmer/innen jederzeit Fragen stellen konnten, die alle beantwortet wurden. Zum gelungenen Abend trug auch der besondere Veranstaltungsort bei. Das Museum zur Kloster- und Stadtgeschichte erwies sich als ideale "Location" für den Theorieteil. Für die Möglichkeit zur Nutzung und für die Unterstützung ein herzliches Dankeschön an Heimatpflegerin Helga Becker und ihren Mann Richard.

Am Folgetag konnte das Gelernte dann mittags auf einer Streuobstwiese in Kleinbottwar gleich angewandt werden. Unterstützt durch die Fachwarte Moses Seidl und Martin Schliericke wurden in drei Gruppen Bäume fachgerecht gepflegt. Schnell war klar, dass Theorie und Praxis nicht immer zu hundert Prozent übereinstimmen. Wenn die Grundlagen an Bäumen nicht vorhanden sind, muss versucht werden, aus der vorhandenen Substanz das Beste zu machen. Umso wichtiger ist ein konsequenter Erziehungsschnitt bereits an den Jungbäumen. Denn dann werden die Grundlagen gelegt, die eine zukünftige Pflege einfacher gestalten.

Als Resümee bleibt, dass sowohl Neueinsteiger als auch "alte Hasen" an den zwei Tagen viel lernen konnten. Die ASS ist damit ihrem Ziel, den Erhalt unserer Streuobstwiesen zu unterstützen, somit wieder etwas näher gekommen. Vielen Dank an die Fachwarte und Aktiven der ASS für die Organisation der Veranstaltung.



Die ASS beim Spätlingsmarkt im Landratsamt
im November 2018


Auch in diesem Jahr hat der Landschaftserhaltungsverband bei dem
im Landratsamt durchgeführten Spätlingsmarkt wieder einen Gemeinschaftsstand aller Streuobstinitiativen des Landkreises initiiert. Selbstverständlich hat sich die ASS daran wieder mit großem Engagement beteiligt. An zwei Tagen haben Karl Eisenmann, Kurt Geiger, Werner Reetz und Erwin Schmierer einem großen interessieren Publikum Fragen im Zusammenhang mit Streuobstwiesen beantwortet.

Dabei konnte verdeutlicht werden, dass Streuobstwiesen zwar heute nicht mehr wie vor Jahrzehnten zur Ernährung der Bevölkerung benötigt werden, aber zum Erhalt der in unserem Bereich charakteristischen Landschaft mit einem Wechsel von Baumwiesen, Weinbergen, Wäldern und Ackerland unverzichtbar sind. Würde es die Streuobstwiesen nicht mehr geben, hätte das eine deutliche Verarmung des Pflanzen- und Tierbestandes zur Folge. Hervorzuheben sind dabei die Insekten, wie Bienen und Hummeln, die für eine Bestäubung der Blüten – und das nicht nur im Bereich von Obstbäumen – Sorge tragen, ohne die es keine Früchte gäbe und die Ernährung in Frage gestellt wäre.

Selbstverständlich wurde auch der Steinheimer Apfelsaft gerne probiert, denn schließlich muss das auf den Steinheimer Streuobstwiesen in hervorragender Qualität gewachsene Obst auch verarbeitet und getrunken werden. An dieser Stelle darf hervorgehoben werden, dass das Obst, welches zu Steinheimer Apfelsaft verarbeitet wird, von Streuobstwiesen stammt, auf denen nahezu ausschließlich „alte Apfelsorten“ wachsen und die nicht mit Pflanzenschutzmitteln behandelt sind. Diese sind regelmäßig auch für Menschen verträglich, welche wegen Allergien keine Tafeläpfel essen können. Die Besucher des Spätlingsmarkt lobten die Arbeit der ASS, da diese nicht nur dem Schutz der Streuobstwiesen in Steinheim dient, sondern durch den qualitativ hochwertigen Saft auch ein Angebot zur Erhalt der körperlichen Gesundheit darstellt.

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